
Von der Blockflöte zur Gitarre...
Nach vergeblichem Blockflötenunterricht im Kindergarten und Grundschulalter, bekommt der 11 jährige Oli (geb. 17.5.1968 in Regensburg) von seinen Eltern eine Akustikgitarre geschenkt. Wie so oft, möchte der jüngere Bruder seiner älteren Schwester, die das Instrument schon gut beherrschte, nacheifern. Zunächst folgen Jahre des Saitenzupfens mit eher mäßigem Einsatz, zaghaftem Duchhaltevermögen und noch geringerer "Erfolgsaussicht".
Die ersten Rockklänge....
Mit 12 gibt`s dann vom älteren Cousin die ersten Scheiben von Status Quo, The Knack und AC-DC. Fortan war der Wunsch, unbedingt genauso spielen zu können. Am liebsten natürlich mit einer lauten Stromgitarre. Die Eltern erkannten die Leidenschaft und das Flehen des jungen Oli und kauften ihm eine neue Gitarre. Allerdings nicht die insgeheim gewünschte Squierstrat aus dem großen Kaufhausladen , sondern eine ordentliche Westerngitarre mit sehr hoher Saitenlage.
Und von nun an...
war die Lieblingsbeschäftigung gleich nach Schulschluss die "Highway to hell" und die "Rockin all over the world" aufzulegen und in minuziösester Feinarbeit die Töne auf der Gitarre zu erforschen. Zum Glück hatte er einen "Leidensgenossen" in seiner Klasse, der ähnlichem Such(t)verhalten zum Opfer gefallen war: der Suche nach den richtigen Tönen. Gemeinsam machten sie sich auf Entdeckungsreise mit immer besseren Erfolgen. Das spürbar Richtige wurde dann exzessiv geübt und vor allen zur Verfügung stehenden Spiegeln geprobt.
Die erste Schulband...
Mit knapp 14 formierten sie die erste kleine "Schulband" mit noch einem Bassisten und einer Keyboarderin. Der Knoten platzte, der Funken zündete, die Welt war ab sofort die eigene Musik.
Ein Autodidakt auf Entdeckungsreise...
Oli lernte das Spielen in mühsamen kleinen und autodidaktischen Schritten. Skalen und Akkorde wurden selbst zusammengesucht, gutklingende Verbindungen aufgeschrieben und mit dem kleinen Kassettenrekorder aufgezeichnet und als Grundlage für die ersten Improvisationsversuche "mißbraucht". Das Ergebnis wurde dann auf einem 2. Gerät aufgezeichnet und stolz den Freunden vorgespielt. Auch wenn das Nachahmen zunächst die größten Erfolgsmomente verschaffte, war schon immer das eigene Komponieren wichtig.
Die erste "echte" Gitarre...
Mit 17 Jahren kaufte sich Oli mit selbstverdienten 1500 DM seine erste E-Gitarre, eine schwarze Aria Les Paul und einen ziemlich grauslichen Roland Bolt 60 Verstärker. Es war zwar ein Combo mit Röhre, aber ziemlich wenig Verzerrung - er deckte faktisch alle Fehler schonungslos auf......aber das hatte den großen Vorteil, dass von nun an ÜBEN angesagt war.
Die erste "echte" Band...
Sein bester Kumpel lernte zur selben Zeit gerade Schlagzeug. Beide gründeten dann ihre erste Band (zunächst 2 Mann, später dann mit einem 3. Mann an der Bassgitarre und einem sporadischen Sänger) mit dem "Marillion-entliehenen Bandnamen": FORGOTTEN SONS.
Mit sportlichem Ehrgeiz...
"folgte er den Fußstapfen" (oder befand sich auf gefühlter Entdeckungsreise selbiger) seiner Vorbilder wie, Eddie Van Halen, Gary Moore, Michael Schenker, Yngwie Malmsteen, George Lynch, Tony Macalpine, Vinnie Moore und natürlich Al Die Meola. "Eruption" von Van Halen galt von nun an als "Non-Plus-Ultra" gitarristischer Spielkunst und es entstand förmlich ein inoffizieller Wettstreit, wer denn in Regensburg die Verleihung der Trophäe des EVH Meisterkopisten am ehesten verdiente.....
Ernüchterung...
Man kam dem Originial zwar vermeintlich näher, ohne je dessen Klasse zu erreichen, denn was die großen Gitarristen auszeichnet, ist natürlich neben ihrer grandiosen Technik, der wirklich prickelnde musikalische Kontext, welcher jedewede Technik erst zur vollen Entfaltung bringen kann. Diese Erkenntnis wuchs in etwas kleineren Schritten, wie im Verhältnis dazu die Fingerfertigkeit über den musikalischen Bezug hinauswuchs....;-)!
Unterstützung...
Oli holte sich dann viele wertvolle Inspirationen von seinem Gitarrenmeister "Dave Schreiber". Dave war ein super Techniker und ein waschechter Altrocker mit enormen Groove und Tonfeeling. Dies war genau die richtige Lehre. Dave brachte ihm nicht nur Technik bei, sondern unterstützte den Nachwuchsgitarristen bei seinen Kompositionen, nahm das erste Demo auf und feilte am Arrangement.
Umsetzung...
Beeindruckt von diesem geballten Wissen, versuchte Oli dies in seinen Bands umzusetzen und sein musikalisches Feuer auf andere zu übertragen. Mit einem neuen 5 köpfigen Forgotten Sons Line Up sammelte Oli erste Live und Studioerfahrungen. Im Anschluss daran folgten ein paar namenlose Kellerbands, die an der Hürde der Vermarktung kläglich scheitern mussten, bevor Oli bei und mit diversen lokalen Acts Fuß fassen konnte.
Bandhistorie:
1. Forgotten Sons: 1985 - 1988
2. Diamond T: 1988 - 1991
3. Jive: 1991 - 2000
4. Quzz: 1994 - 1996
5. Freudenpark: 1998 - 2002
6. Headroom: 2003 - 2005
7. MichaeljacktsNet: seit 2005
8. Oli Zangl and friends: 2008
Solo:
1. Every road leads to yourself (instr.) 1993
2. The flow (instrumental) 2006
3. Music (oli zangl & friends) 2008
4. Heavy tunes (instrumental) 2008/2009
5. Silent tunes (instrumental) 2009
6. Alter ego 2010
7. ...und es geht weiter 2010/2011
7. On the road to happiness (instrumental) 2011
Studiojobs...
Neben seiner Bandprojekte, war Oli auch in verschiedene Live- und Studioprojekte involviert (P+P Tonstudios, Alex Kurdzel Projekt, Balou, Harry Braun, Schulfreunde Müller, Pete M. aus Brisbane/Australia, Micky Moody Ex-Whitesnake, etc.).
Zur Zeit...
spielt Oli bei der Regensburger Kult-Coverband:
www.michaeljackts.net